Irgend ein Teufelszeug muss es bis ins Grundwasser geschafft haben. Und das nicht gestern oder heute, sondern schon vor langer, langer Zeit. Wie sonst will man erklären, daß es in diesem Land derzeit keine verlässlichen Prognosen mehr gibt?
Das fing im Vorfeld der letzten Bundestagswahl an, als die Meinungsforscher die Stimmung im Lande so falsch abbildeten, daß man ihnen eigentlich Berufsverbot erteilen sollte. Das geht weiter über so wirklich jede Art von Konjunkturdaten, die wie die Zahl der Auftragseingänge im Monat Dezember nachträglich stark nach oben korrigiert werden müssen. Ein genaues Bild der momentanen Lage ist so schwer zu erkennen.
Das endet beim Trainer unserer Nationalmannschaft, der für sich selber mal fix hochgerechnet hat, wieviel Zeit er pro Woche in sein Hobby zu investieren bereit ist. Schade nur, daß wir anderen bei der einzigen Heim-WM der nächsten drei Generationen erleben dürfen, wie unsere Nationalmannschaft nicht über die Vorrunde hinaus kommt. Aber so ein schönes Häusle in Kalifornsche, das darf auch nicht alleine rumstehen in der Sonne.
Apropos Sonne. Es bleibt nur zu hoffen, daß auch der Wetterdienst sich mit dem auf deutschen Arbeitsmärkten vorhandenen Prognostikermaterial eingedeckt hat. Dann nämlich würde dieselbige demnächst mal rauskommen und die Temperaturen über den Gefrierpunkt treiben. Aber glaubt es oder nicht, Freunde, ausgerechnet die Wetterheinis liegen derzeit nie daneben!