Von der aktuellen Bosshoss-CD mag man halten, was man will. Es gibt jedenfalls gewisse Leute, die diese Art von Musik sehr, sehr mögen. Egal, ob man die Musik der Berliner Countrygruppe als kunstvoll und einfallsreich einstuft oder nicht, einen Kindergarten bringt man damit innerhalb von zehn Sekunden zum Kochen.
Wie so vieles auf der Welt zählt auch diese allgemein für überflüssig gehaltene Information zu jener Art von Wissen, die unter bestimmten Umständen eine Menge Geld wert ist. Werdet Väter oder Mütter, und ihr wisst, was ich meine.
Ich gestehe offen ein, den Denkpass in letzter Zeit allzu stark vernachlässigt zu haben. Den wenigen meiner Leser, die sich nicht nur zufällig hier vorbeiklicken, sei mein tiefstes Bedauern ausgedrückt. Die Doppelbelastung von Beruf (mit Gesellschaftsanteilen in einem in der Umstruktierung befindlichen KMU in der Elektronikbranche und der Organisation von drei Messen und einem Umzug in den ersten vier Monaten des neuen Jahres) sowie berufsbegleitendem MBA-Studium in einer anderen Stadt lässt mir neben Familie und etwas Sport zum Ausgleich kaum Luft zum Atmen. Darunter leidet, so sehr ich das bedauere, der Denkpass, der mir sehr am Herzen liegt und bei weitem noch nicht sein ihm zugedachtes Potenzial erreicht hat.
Daher meine Frage an interessierte Blogger oder Leser, die es werden wollen: Es scheint ja, als ob Blogs mit mehreren Autoren auch leichter Erfolg finden. Grund ist sicherlich auch, daß sie dann öfter qualifizierten Inhalt bieten. Hier also mein Angebot: Gibt es jemanden, der an einer Zusammenarbeit beim Denkpass interessiert ist, natürlich mehr oder weniger im Rahmen der Tradition des bisher Vorgefallenen? Wie die Regularien einer Zusammenarbeit und die gemeinsame Entwicklung des Denkpasses aussehen könnten, müsste noch erörtert werden.
Vorschläge für eine Kooperation nehme ich jedoch fortan gerne zur Kenntnis! Das wollte ich sicherheitshalber mal gesagt haben...
So, so. Personen im Umfeld des deutschen Oberklasseherstellers BMW sollen die Ergebnisse von Google zynisch manipuliert haben, um den Produkten der Firma einen vorderen Rang bei den Suchergebnissen zu verschaffen. Google findet das gar nicht so demokratisch und verbannt daraufhin die BMW-Seite aus dem Index der Suchmaschine, so meldet der Spiegel. Man befürchtet bei Google, so scheint es, eine Verzerrung der Informationen für die Nutzer des Suchdienstes.
Seltsam nur, daß gerade im Verzerren von Informationen gerade Google meisterlich ist. So nimmt beim größten Suchdienst der Welt niemand daran Anstoß, daß man die Biographie des amtierenden amerikanischen Präsidenten auf der Seite des Weißen Hauses erreichen kann, indem man das Wort Failure (Versager) eingibt und den "Auf Gut Glück"-Button drückt. Auf der anderen Seite nimmt das Vorzeigeunternehmen keinen Anstoß daran, sich für den Zugang zum chinesischen Markt der Zensur durch die Kommunistische Partei Chinas zu unterwerfen.
Spätestens jetzt wird das demokratische Verständnis des Unternehmens zu hinterfragen sein. Denn egal, wie man persönlich Person und Arbeit des amerikanischen Präsidenten bewertet, ist doch die amerikanische Demokratie ein ganz klein wenig demokratischer, moderner und humaner als ein menschenverachtendes, pseudokommunistisches Regime, das sich bis heute in ungebrochener Tradition auf seinen Schöpfer Mao Tse Tung beruft.
Da man sich der negativen Publicity der Kooperation mit den chinesischen Zensurbehörden bewußt geworden ist, nimmt man sich nun bei Google mal schnell ein Unternehmen aus Europa vor und bezichtigt das einiger Schandtaten, die ansonsten durchaus üblich sind. Suchmaschinenmarketing ist ein florierender Geschäftszweig der Werbungs- und Kommunikationsbranche. Wie kommt denn das, wenn sich Google nicht offensichtlich und laufend manipulieren liesse?
Ablenkung nennt man diese Taktik. Und ihr habt beim Denkpass davon erfahren. Allerdings nur für kurze Zeit, dann wird womöglich auch der Denkpass aus dem Google-Index verschwinden...