27.01.06

The way Americans view the world

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09.01.06

Soziale Arbeitsmarktpolitik

Können die Arbeitsmärkte durch politische Einflußnahme dazu bewegt werden, mehr Beschäftigung zu bieten - und wenn ja, wie und in welcher nachhaltigen Form? Dieser Frage geht Friedhelm Hengsbach in der Ausgabe 43/2005 der Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte nach. Einfallsreich, mit Erkenntnisgewinn für jeden Leser und dazu hervorragend geschrieben - ganz einfach: Lesen!

04.01.06

Trainingsauftakt in der vierten Liga

Der Fussballbundesligist MSV Duisburg, Gründungsmitglied der Bundesliga und im fussballverwöhnten Westen der Republik angesiedelt, durfte zum Trainingsauftakt im neuen Jahr 500 Fans begrüßen. Die kamen so zahlreich, um den neuen Trainer der Zebras, Jürgen Kohler, zu sehen.

Der Viertligist 1. FC Union Berlin, Kultverein im nicht ganz so fussballverwöhnten Osten der Bundeshauptstadt, durfte zum Trainingsauftakt im neuen Jahr mit mehr als 1.000 Fans doppelt soviele Fans wie der Verein aus der 1. Liga begrüßen. Auch diese Fans kamen, um einen neuen Trainer zu sehen. Georgi Wassilev leitet die Mannschaft auf ihrem Weg in die Drittklassigkeit.

Zumindest was also den Fanzuspruch beim Auftakttraining angeht, ist man in Berlin-Schöneweide über die Drittklassigkeit bereits weit hinaus.

Morgendliche Selbsterkenntnis

Ich bin eine Sau. Ich erkläre mal kurz warum: Morgens fahre ich mit der Straßenbahn zur Arbeit. Das heißt, wenn es nicht hell genug ist, um zu laufen und dabei zu lesen. Ich bin nämlich unter anderem ein Body-Typ, wie mir die Unterlagen vom Effective Learning Skills Team der University of Bradford mitgeteilt haben. Deswegen empfiehlt sich für mich ein Lernstil "auf Reisen", also z.B. während Zugreisen oder halt beim Laufen. Oder in der Straßenbahn, aber das nur am Rande.

Jedenfalls verhält es sich so, daß ich mit der einen Straßenbahnlinie eine Station fahre und dann mit einer anderen ein paar weitere. Von der Distanz wäre das in Berlin eine "Kurzstrecke" für 1,20€, wegen der unterschiedlichen Linien aber eine "Normalfahrkarte" für 2,10€. Heute morgen war die Bahn der ersten Linie proppevoll und jemand war damit beschäftigt, sich eine Fahrkarte zu kaufen. Weil der Automat sein Zwei-Euro-Stück aber nicht leiden konnte, zog sich das hin. Und zwar bis zur nächsten Station, an der ich die Bahn verließ. In diesem Fall immer noch ohne Fahrkarte. Zeitgleich lief übrigens in dieser Bahn eine Fahrkartenkontrolle ab, die mich jedoch zum einen wegen des Füllgrades der Bahn mit Personen nicht tangierte und zum anderen nicht, weil ja besagte Person vor mir sein Zwei-Euro-Stück nicht im Automaten unterbrachte, den Automaten daher blockierte.

Beim Einstieg in die zweite Linie habe ich mir dann eine "Kurzstrecken"-Fahrkarte gekauft. Handelte sich ja nur noch um diese billigere Variante. Ich bin also ein Betrüger, habe ja die erste Linie - sogar unter Aufsicht der Kontrolleure - unbezahlt benutzt. Aber da wollen wir mal nicht so genau sein bei den Preisen. Das, was noch zu bezahlen war, war halt nur noch eine "Kurzstrecke".

Ich fühle mich aber, das sagte ich bereits, zum Teil als Sau. Soviel sei zugegeben. Das liegt aber auch ein kleines bißchen daran, daß der Fahrkartenautomat in der zweiten Linie mir als Wechselgeld nicht die erforderlichen 80 Eurocent angeboten hat, sondern deren gleich 85. Ich habe die Berliner Verkehrsbetriebe heute regelrecht von vorn bis hinten beschissen. Und zwar um sagenhafte 95 Cent.

Ich bin also, daran bleibt kein Zweifel, eine einwandfreie Sau!

[Juristischer Hinweis: Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt. Hand aufs Auge und gezwinkert!]

02.01.06

Mehr Feiertage - mehr Wirtschaft!

Übrigens: In den letzten zwei Jahren hatten die Arbeitgeber einiges Glück, was die Feiertage ihrer Arbeitnehmer anging. Die fielen ja zum großen Teil immer aufs Wochenende, führten also zu keinem zusätzlichen Arbeitsausfall. Und, hat es was genutzt? Wohl kaum. Wie wir alle wissen, war Deutschland das Schlußlicht in der EU, was das Wirtschaftswachstum angeht.

Im kommenden Jahr werden nun aber die Feiertage günstiger für die Arbeitnehmer fallen - und somit ungünstig aus Arbeitgebersicht gelegen sein. Führen die zusätzlichen Arbeitsausfälle zu noch schlechterer Wirtschaftslage? Seltsamerweise nicht, prognostizieren doch alle Wirtschaftsinstitute eine kräftig wachsende deutsche Ökonomie. Die wird in diesem Jahr auch nicht mehr Schlußlicht in Europa sein.

Und was lernen wir daraus? Mehr Feiertage, mehr Wirtschaft! Ist doch logisch. Wie kann demzufolge die Forderung des Denkpasses nur lauten?

Mindestens einhundert neue Feiertage! Pro Person! Pro Woche! Für immer!
Frohes, neues Jahr, Freunde!