Und? Wie lange hat es nach der Hochzeit gedauert, bis Deine Frau vor Dir gepupst hat? Ein Jahr? Zwei Jahre? Oder länger? Nie?
Nun, zumindest in Japan, so behauptet diese Seite, haben 43% der frischvermählten Bräute innerhalb eines Jahres einen analen Hustenanfall vor ihren Männern und 29% folgen im Jahr danach.

Wie schnell japanische Ehemänner brauchten, um ihre Darmluft offen zu versprühen, bleibt jedoch ungeklärt.
[via Hardball Times]
In Deutschland, so munkelt man, sollen zum Teil auch gute Filme gedreht werden. Ja, richtig. Alle paar Jahre etwa. In der Zwischenzeit gibt es für die Zuschauer jedoch genau das, was für den deutschen Film bezeichnend ist: belanglose Zeitvergeudung auf Zelluloid. Wie sie zum Beispiel gestern abend auf Pro7 zu sehen war. Andersrum hieß das Machwerk. Eins vorneweg: Schlechtere Unterhaltung im Fernsehen gab es nicht mal in Rumänien - und die hätte mittlerweile nostalgischen Charakter. Das wird dieser Pro7-Produktion verwehrt bleiben.
Will man da noch wissen, wie Ideen zu solch sagenhaft blöden Filmen entstehen?
"Die Idee dazu hatten Mark und ich schon vor zehn Jahren. Wir waren in einer Diskothek, zusammen mit Til Schweiger und Heinz Hoenig. Und die war abgesehen von uns leer. Da haben wir uns gegenseitig vorgespielt, wie die verschiedensten Leute auf die Tanzfläche gehen", erzählt Heiner Lauterbach. Mark Keller spielte dabei einen Schwulen. "Er hat das so witzig gemacht und auch so getanzt, da haben wir gesagt, da müssen wir unbedingt einen Film draus machen."So werden blöde Ideen umgesetzt - man lässt die zur Selbstüberschätzung neigenden Hauptdarsteller auch noch gemeinsam Regie führen. Am Ende freuen die sich dann noch über sich selber und halten ihr gefährliches Machwerk für sehenswert und originell. So sagt Marc Keller:
"Es ist ein schöner Film geworden! Besonders, wenn man von der Idee bis zur Fertigstellung so nah mit dabei ist! Außerdem lernen mich so die Zuschauer auch mal von der komödiantischen Seite kennen."Dazu ganz kurz: Für uns Zuschauer, die wir nicht so nah dabei waren von Anfang bis Ende, war es nicht schön. Eigentlich hat das Ende, der Film, auch gereicht - da kann man auf den Rest dankend verzichten. Von einer komödiantischer Seite bei Herrn Keller kann man auch nicht reden. Von einer unfreiwilligen komödiantischen Deutung seiner stümperhaften Darbietung vielleicht. Ansonsten lachen da höchstens Leute, die sich in einer freien Minute gerne mal die Zehennägel rausreißen.
Der Film "Andesrum" ist die Krönung einer Filmreihe, mit der Pro7 sich gerne auf den Olymp der deutschen Fernsehunterhaltung schwingen möchte. Christian Buß von Spiegel Online tut das einzige, was einem übrig bleibt, sollte man dieses Machwerk auch nur in Auszügen gesehen und diese Aufführung mit einigermaßen gesundem Verstand überlebt haben: er zerreißt es von vorn bis hinten.
Zombiesk, humorfrei, dilettantisch: Dieser Film ist ein echter Albtraum.
In the 1960s, John F. Kennedy said:
If men have the talent to invent new machines that put men out of work, they have the talent to put those men back to work.It is still as true as ever.
Ich gebe es zu: Wenn der Chef des Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, verbale Prügel bezieht, dann freut das den Denkpass. Der liebe Hans-Werner hat das nämlich verdient, verbreitet er doch seit Jahren neo-liberale Pseudofakten, die selbst in ultraliberalsten Kreisen seinesgleichen suchen. Daß es Herr Sinn dabei mit den Fakten nicht so genau nimmt, hat Peter Bofinger, einer der Wirtschaftsweisen des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, in seinem Buch Wir sind besser, als wir glauben eindeutig belegt. Ein Abstrakt von Bofingers Buch findet sich übrigens am Dienstag als Beilage in der Financial Times.
Hans-Werner Sinn, so wissen wir jetzt dank Bofingers Recherchen, kommt manchmal ein bisschen durcheinander, wenn es um die Fakten geht. Zuweilen behauptet er Sachen, die den Diagrammen in seinen Büchern widersprechen. Das jeweilige Diagramm wird dann in einer späteren Ausgabe ersetzt, seine Behauptungen ändert der Chef des Ifo-Instituts deswegen aber noch lange nicht. Dieser einer wissenschaftlichen Arbeitsweise widersprechende Vorgang des Anpassens der Fakten an die Theorie ist für die Bewohner der Bundesrepublik nicht ganz ungefährlich. Zum einen, weil Hans-Werner Sinn wegen seiner provokativen Behauptungen gern gesehener Gast in Talkshows ist und dort ungestraft seine "Erkenntnisse" verbreitet, aber auch gerade deswegen, weil er viele seiner Behauptungen ungefiltert in das Ohr von Edmund Stoiber flüstern darf, dessen wirtschaftspolitischer Berater er ist. Zu unser aller Glück hat Herr Stoiber die bayrische Provinz dem Sessel des Finanzministers vorgezogen. Sinns ideologisch gefärbte Thesen über wirtschäftliche Zwänge harren also ihrer realpolitischen Anwendung nur im Freistaat - und vorerst nicht in der Bundesrepublik.
Anfang Dezember dann kam ans Licht, wie genau es Hans-Werner Sinn mit der Umsetzung seiner Erkenntnisse nimmt. Zwar war er "eine der Speerspitzen neoliberaler Anti-Subventions-Rhetorik", wie der Haushaltsexperte der Grünen im bayrischen Landtag, Eike Hallitzky, laut der Berliner Zeitung formuliert. Das scheint Herrn Sinn und sein Institut dem Bayrischen Obersten Rechnungshof zufolge aber nicht davon abgehalten zu haben, Personalkosten doppelt abzurechnen. Wie die Berliner Zeitung hervorhebt, ist dies gerade für Hans-Werner Sinn doppelt verwerflich:
Gerade Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn habe wiederholt gefordert, staatliche Transferzahlungen wie die Sozialhilfe zu kürzen. Es sei "geradezu zynisch", wenn jetzt ans Licht komme, wie großzügig das Forschungsinstitut selbst abkassiert habe.Zusammengefasst lässt sich somit der Sinn von Subventionen wie folgt formulieren:
Subventionen widersprechen dem Wettbewerb in einer freien Marktwirtschaft. Es wäre besser, sie ersatzlos zu streichen - allerdings nicht bei uns.[via rtfm]
Jawohl! Zeit und Muße waren in genügendem Maße vorhanden, so daß die schändliche Arbeit eines Hackeridioten nach nunmehr vier Monaten ausradiert wurde. Ich hoffe, jetzt auch wirklich komplett.
Die Suchfunktion steht dem geneigten Leser jedenfalls wieder zur Verfügung!
Ob Personalchefs die tiefe Symbolik erfassen könnten, so man ihnen am heutigen Tage eine Bewerbung zukommen liesse? Dass es sich nicht um irgendeine Bewerbung handle, sondern um ein Geschenk des Himmels? Mal sehen...
Ludwig-Holger Pfahls, Ex-Staatssekretär und verurteilt wegen Schmiergeldannahme und Steuerhinterziehung, staunte nicht schlecht, als er am vergangenen Freitag am Frankfurter Flughafen von der Polizei angesprochen wurde. Die Beamten, eifrig und hochmotiviert, waren zu dem Schluß gelangt, Pfahls befinde sich immer noch auf der Flucht. Kurzerhand nahmen sie Pfahls vorübergehend in Gewahrsam. Soll keiner sagen, daß unsere Polizisten ihre Arbeit nicht ernst nehmen. Zwar wurde Pfahls gegen Auflagen bereits am 1. September wieder freigelassen, aber das hält die Mühlen der deutschen Justiz doch nicht davon ab, lange und gründlich zu mahlen.
Übrigens hat ihn anschließend derselbe Richter aus der Flughafenzelle befreit, der ihn im August verurteilt hatte. Man sieht sich eben immer zweimal.
Eine Frage aber bleibt: Die T-Shirts, die man manchmal sieht, bullengrün und mit der Aufschrift: "110 - Wir sind für jeden Spaß zu haben" - könnte es sein, daß unsere lieben Freunde und Helfer von der Polizei sich die selber ausgedacht haben?
Ein Satz aus Batman begins, der mittlerweile besten Comicverfilmung aller Zeiten:
Warum fallen wir? Damit wir lernen uns wieder aufzurappeln.
Die Firma Durex, spezialisiert auf passgenaue Regenkeeps für spezielle Körperteile, hat ein neues Modell in der Pipeline. Dafür sucht man Tester, so der Spiegel.
Die Belohnung für die ganze Ackerei? Gratiskondome und viel Erfahrung!
Die Höhen und Tiefen einer diplomatischen Mission hat Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong in der letzten Woche durchleben dürfen.
Es fing damit an, daß er es sich am 1. Dezember nicht nehmen ließ, der Regierungserklärung Angela Merkels beizuwohnen (s. Handelsblatt Artikel Laufen und Trippeln vom 1.12.05 - leider nur mit Zugangsberechtigung erreichbar). Das offenbarte Interesse für die künftige Entwicklung Deutschlands darf als Interesse an einer vertieften wirtschaftlichen wie politischen Kooperation verstanden werden, auch wenn Lee Hsien Loong das Parlament bereits vor dem Ende der Rede Merkels verliess.
Beim offiziellen Empfang Loongs vor der Ehrengarde, der dann am Donnerstag stattfand, unterlief dem Premierminister Singapurs eine peinliche Verletzung des Protokolls. Üblich ist es, den roten Teppich entlang zu schreiten und vor der Fahne des Gastgeberlandes eine kurze Pause einzulegen. Lee Hsien Long übersprang diesen Teil einfach und liess Angela Merkel hinter sich zurück, als er weiter stramm entschlossen die Ehrengarde ablief und erst nach einigen Schritten von einem Protokollbeamten auf seinen Fauxpas hingewiesen wurde.

Machen wir uns mal nichts vor: Irgend jemand hat was gegen Geflügelfleisch. Soviel ist klar. Erst die Vogelgrippe und nun eine Reihe von Lebensmittelskandalen, deren Ausgangspunkt eine mehrere Tonnen schwere Ladung verdorbenes Geflügelfleisch war.
Wie es scheint, tobt hinter den Kulissen der fleischverarbeitenden Industrie ein gnadenloser Verdrängungswettbewerb. Vielleicht angestiftet von englischen Rinderzüchtern, die ja seit BSE nur noch selten lächeln und ihr Fleisch als das von walisischen Rindern verkaufen? Die Geflügelzüchter-Mafia hat jedenfalls sofort zurückgeschlagen - bei einem der nächsten Funde war dann beinahe jede Fleischsorte, die Mitteleuropäer zu sich nehmen, enthalten: Huhn, Schwein, Rind und Pferd.
Aber was können die bundesdeutschen Verbraucher denn nun sorgenfrei in sich hineinstopfen? Döner jedenfalls nicht. Schweinefleisch vielleicht? So richtig nicht. Auch Schweine werden krank. Zudem sind sie Teil des Skandals um verdorbenes Fleisch. Also - Rinder! Aber da gibt es ja BSE. Zur Freude unserer indischen Weltenbürger nimmt die Kuhfresserei also ab.
Was bleibt? Pferde? Nein, auch schon verdorben ausgeliefert worden. Zudem emotionaler Bezugspunkt fast aller jungen Mädchen. Gar nicht auszudenken, die seelischen Qualen und der konzentrierte Hass, sollte dem Papa des Sonntags am Mittagstisch eine vor Fett triefende Pferdekeule aus dem Schlund ragen.
Straußen vielleicht. Aber nein. Zwar werden auch die Riesenvögel mittlerweile in Deutschland industriell angebaut, sie können aber ebenso wie der kleinste Piepmatz der Vogelgrippe zum Opfer fallen.
Wie sieht's mit Hunden aus? Die Chinesen, und an denen werden wir uns ja mittelfristig orientieren müssen, als Leitnation sozusagen, die Chinesen jedenfalls verdrücken ja gerne mal einen Köter. So sagt man jedenfalls. Eine schöner Nebeneffekt einer konzertierten Hundefressaktion wäre ja auch die Befreiung der innerstädtischen Gehwege von deren Ausscheidungen. Die werden offensichtlich nur von Nicht-Hundehaltern wahrgenommen, sind aber gerade von der BILD-Zeitung in einem Hamburg-Berlin-Vergleich thematisiert worden.
Wie wär's mit Fischen?`Erstmal eine Kopfnuß demjenigen, dem diese schwachsinnige Idee zuerst einfiel! Warum? Ganz klar - Fische sind kein richtiges Fleisch. Pfui! Aber selbst wenn wir mal beide Augen eines Carnivoren zudrücken, gibt es Probleme. Fische sind nämlich überfischt (seltsam: gibt es das auch beim Schwein? Oder nur beim Menschen?). Einer der beliebtesten Speisefische vergangener Tage, der Kabeljau, ist vom Aussterben bedroht.
Zootiere! Ja, das ist doch mal ein Vorschlag. Elefanten, Känguruhs, Tiger und Pandabären, die sitzen da den ganzen Tag herum und fressen sich die Wänste voll. Ossis und Arbeitslose werden dafür als Sozialschmarotzer beschimpft. Und die Viecher im Zoo? Grinsen uns ins Gesicht! Schluß, aus, basta! Ab in den Kochtopf mit dem Viehzeug. Dem Gesockse werden wir ein für allemal zeigen, wer am Ende der Nahrungskette steht. Dann kann auch keiner mehr rummotzen, daß die Tiere im Zoo gequält werden. Was aber machen wir mit den leeren Käfigen? Wen führen wir unseren Kindern vor? Na, ganz klar: in die Käfige packen wir Ossis und Ein-Euro-Jobber. So haben alle was von der Sache.
Es gibt natürlich eine weitere Lösung unseres Fleisch-Engpasses. Eine, bei der wir die Sozialschmarotzer innerhalb und außerhalb der Zoos in Ruhe lassen können. Es ist Zeit, daß wir bei unseren anhaltenden Problemen in der Fleischversorgung jedes Tabu überprüfen. Jedes. Auch das Walfangverbot. Die Bestände haben sich doch mittlerweile erholt, oder?