If there has ever been something to quote from a book, a line of words that moves the reader, that paints a certain feeling on the mind of the ones listening to its sound, its this text taken from Famous last words by Timothy Findley:
Think of the sea. Imagine something mysterious rises to the surface on a summer afternoon - shows itself and is gone before it can be identified.The people on the shore sit beneath their umbrellas, comfortable and dozing. Half of them are asleep. Of the other half, perhaps only two or three have seen the thing. None of them points: none of them shouts. None of them dares. After all, one could be wrong.
By the end of the afternoon, the shape - whatever it was - can barely be remembered. No one can be made to state it was absolutely thus and so. Nothing can be conjured of its size. In the end the sighting is rejected, becoming something only dimly thought on: dreadful but unreal.
Thus, whatever rose towards the light is left to sink unnamed: a shape that passes slowly through a dream. Waking, all we remember is the awesome presence, while a shadow lying dormant in the twilight whispers from the other side of reason: I am here. I wait.
Teile der Christdemokraten scheinen den Wahlkampf im Osten des Landes abgehakt zu haben. Wie sonst könne man sich Äußerungen des bayrischen Ministerpräsidenten erklären, die er in der letzten Woche zur Lage in den neuen Ländern abgab. Auf einer Wahlkampfrede in Eglofs sagte Stoiber, er werde nicht akzeptieren,
"daß der Osten bestimmt, wer Kanzler wird. Die Frustrierten dürfen nicht über Deutschlands Zukunft bestimmen."Da hilft es auch nicht, wenn CSU-Generalsekretär Markus Söder meint, Stoiber habe damit auf die Spitzenkandidaten des Linksbündnisses Gregor Gysi und Oskar Lafontaine zielen wollen. Söder sei daran erinnert, daß Stoiber vom Osten sprach. Lafontaine stammt aber aus dem Saarland. Stoiber wußte, von wem er sprach - den Bewohnern der fünf neuen Länder. Und er wiederholte seine Aussage sinngemäß im bayrischen Rundfunk. Kein Wunder also, daß Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Harald Ringstorff dem Bayern nun unterstellt, er habe "ein Problem mit dem freien Wahlrecht für Ostdeutsche". Ex-Kanzlerkandidat Stoiber setzte dann sogar noch einen drauf, als er mit dem Satz "Wir haben leider nicht überall so kluge Bevölkerungsteile wie in Bayern" auch noch dem Rest des Landes die kognitive Auseinandersetzung mit den Wahlmöglichkeiten absprach.
Der einzige Grund übrigens, warum Ostdeutsche - historisch gesehen - frustriert sein sollten, ist ihre geographische Lage. Diese allein war nach dem verlorenen Krieg, der vom gesamten Land getragen und gekämpft wurde, der Grund für die Besetzung durch die Rote Armee und die anschließende Abteilung der ostdeutschen Länder in der sowjetisch besetzten Zone. Es wäre ungleich gerechter gewesen, wenn Bayern zumindest Teil dieses Gebiets geworden wäre. Immerhin nahm die Bewegung der nationalsozialistischen Partei hier ihren Anfang, wurde Hitler durch den Marsch auf die Feldherrnhalle in der bayrischen Landeshauptstadt erst ein ernstzunehmender Spieler auf dem politischen Parkett der Weimarer Republik. Und auch die Rassengesetze und die Reichsparteitage sind eng mit der Stadt Nürnberg im Bundesland Bayern verknüpft. Würde Russland also am Mittelmeer - im Süden, und nicht im Osten - liegen, wären heute die Bayern "frustriert". Und wäre Stoiber auch nur halb so klug, wie er meint, wüßte er das.
Aber vielleicht weiß er das ja? Vielleicht sagt der Mann das mit Bedacht? Wer ist denn ostdeutscher Herkunft und - wie es scheint - Intimfeind des Ex-Kanzlerkandidaten? Kann es sein, daß Stoiber, wenn er von "frustrierten" Ostdeutschen im Speziellen und "nicht so klugen" Deutschen im Allgemeinen spricht, Kanzlerkandidatin Angela Merkel meint? Die ist aus dem Osten, und ein eingefleischter Patriarch wie Stoiber kann sie als Frau nur für dumm halten. Diese Anfeindungen schaden ihr als Kanzlerkandidatin ohnehin mehr als ihm als fest im bayrischen Sattel sitzenden Ministerpräsidenten. Zumal Stiober sich bislang alle Optionen offen hält und sich immer noch nicht für oder gegen einen Posten in Merkels Wahlkapmfteam und womöglichem Schattenkabinett entscheiden konnte - was der Kanzlerkandidatin der CDU so einige Schwierigkeiten bei der wäherlwirksamen Präsentation von Kompetenz bereitet.
Ergo? Seitenhiebe und zögerliche Entscheidungen, unkluge Äußerungen in bayrischen Bierzelten sowie die Formulierung unrealistischer Zielvorgaben lassen keinen anderen Schluß zu - Stoiber ist nicht bereit, sein nicht geringes politisches Gewicht in die Waagschale von Angela Merkel zu legen. Mit diesem riskanten Kurs schafft er sich und den Christdemokraten derzeit schneller Feinde, als bei bei den Bayrischen Motorenwerken Autos vom Band rollen. Für eine schwarzgelbe Regierung wird es so sehr eng.
So, von einem Mafiablogger zum anderen: Dieser ganze Mist mit den Betonschuhen ist doch völlig ausgeleiert.
Konkurrenten loswerden ist manchmal nötig, keine Frage. Aber ihnen deswegen Betonschuhe verpassen? Sie stundenlang bei Laune halten, damit sie nicht rumzappeln, während der Beton trocknet? Zementsäcke schleppen? Sich den Armani-Anzug mit Betonspritzern versauen? Die deutschen Gewässer verschandeln, wo man nach langen Jahren gerade erst wieder in ihnen baden kann?
Das ist unzeitgemäß. Und teuer: Zwar kann man wegen des überteuerten Zements die Hersteller verklagen. Aber was soll man sagen, wenn die fragen, was man mit all dem schönen Zement angestellt hat? Ihnen Unterwasseraufnahmen von Luigis Bande zeigen? Nein, nein. Dieser ganze Betonschuhmist ist einfach überholt.
Dafür gibt es ja jetzt was besseres: In der Schweiz hat sich jemand Gedanken darüber gemacht, wie man geschickt Leute los wird. Und so gibt es jetzt ein Unternehmen, daß einem dabei hilft, mit dem Ableben der Konkurrenz noch etwas Kasse zu machen. Neben dem Erweitern des eigenen Geschäfts, wohlgemerkt. Man kann dort Kremationsasche abgeben und erhält dafür Rohdiamanten zurück. So kann man entweder die dumpfen Auftragskiller entlöhnen - oder aber man spart bei den Geschenken für die Freundinnen. So ein kleiner Edelstein im Ausschnitt sieht doch klasse aus, oder?
- Hinweis: Wer diesen Text nicht für eine völlig überflüssige, satirische Meinung des Autors hält, ist selber schuld. -
Zu Wahlkampfzeiten wird in Deutschland immer wieder über die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes gesprochen. Zu Recht, denn ohne eine Diskussion über dieses Thema kann es auch keine kritische Reflektion über Erreichtes und noch zu Erreichendes geben. Zu Unrecht jedoch, wenn in diesem Zusammenhang einzig und allein über die vermeintlich zu hohen Lohnkosten in Deutschland gesprochen wird.
Führen wir die Diskussion auf die Fakten zurück: Lohnkosten sind die Summe aller Löhne, die in einem bestimmten Zeitraum von Arbeitgebern an Arbeitnehmer transferiert werden. Um sie jedoch nicht nur arbeitsplatz-, firmen- oder branchenübergreifend, sondern auch über Ländergrenzen hinweg vergleichen zu können, sind die Lohnkosten auf die erbrachte Leistung zu beziehen. So kann es Unterschiede in Qualität und Quantität geben, die bei einer reinen Betrachtung der Lohnkosten nicht erfasst würden. Lohnstückkosten sind somit die Lohnkosten je erbrachter Leistung.
Peter Bofinger erklärt diesen Zusammenhang in Wir sind besser, als wir glauben wie folgt:
In den Hochlohnländern werden in der Regel pro Arbeitsstunde sehr viel mehr Güter hergestellt als in den Regionen mit billigen Stundenlöhnen. Entscheidend für die Beschäftigung sind also die Lohnkosten je Produkteinheit, die man auch als Lohnstückkosten bezeichnet. Ein Land mit niedrigen Stundenlöhnen kann somit relativ hohe Lohnstückkosten haben, wenn seine Produktivität sehr gering ist.Obwohl die Löhne seit 1991 in der Bundesrepublik gestiegen sind, sinken die Lohnstückkosten kontinuierlich. So lautet jedenfalls das Ergebnis einer Studie des DIW vom April des vergangenen Jahres. Im Vergleich mit anderen Industrienationen sind bundesdeutsche Lohnstückkosten sogar sehr günstig - besser als in Japan und den USA, und nicht schlechter als in Großbritannien und Frankreich.
Um ein Produkt mit genügend Marge zur Abdeckung der allgemeinen Geschäfts- und anderer Kosten wie Forschung und Entwicklung verkaufen zu können, sind außerdem natürlich die Material-, Produktions-, Energie- und Logistikkosten zu berücksichtigen. Daß die Summe all dieser Kosten - unter ausdrücklicher Hervorhebung der niedrigen Lohnstückkosten - in der Bundesrepublik durchaus wettbewerbsfähig ist, darauf weist das Handelsblatt im Artikel Zurück ins Hochlohnland hin. Es wird über den Tresorhersteller Format, den Tastaturhersteller Cherry und dem Blitzschutzspezialisten Dehn & Söhne berichtet, die ihre Produktionsstätten in Deutschland ausbauen und dafür sogar Fertigungen im osteuropäischen oder asiatischen Raum schliessen. Gründe hierfür seien niedrige Lohnstückkosten, Qualitätsfragen und die hohe Qualifikation der einheimischen Facharbeiter.
Anstatt sich also nur auf eine Diskussion zur Senkung der Löhne einzulassen, wie es neoliberale Politiker von CDU/CSU und FDP gerne unternehmen, sollten sie sich lieber Gedanken darüber machen, wie man die vorhandenen Vorteile des Standorts Deutschland ausbaut.
In his Book Famous last words, Timothy Findley talks about how rare an occasion it is that people look "eye-to-eye" when they speak with each other:
It was unnerving at first to have the king so close. I never knew where to look, and was always staring him straight in the eye. He was wary of this and avoided it at all costs and I thought for certain I had made some dreadful gaff in protocol. In the end, of course, I came to my senses and realized that very few conversaions with anyone are held "eye-to-eye" unless one is trying to intimidate the listener - or perhaps if one is making love. People´s eyes so rarely meet in the normal course of events, it can be quite alarming when it happens and I think the King must have thought I was somewhat peculiar at first. I was known as that man who stares, Wallis told me - and then we all had a good laugh about it. It was, I explained, a writers prerequisite to stare - and they accepted this.
So, so. Der Kanzlerkandidatin Angela Merkel sei also kein Fehler unterlaufen, als sie Brutto mit Netto verwechselt hatte, verteidigt die CDU die geistigen Ausrutscher ihrer Galionsfigur. Als Merkel vom Spiegel befragt erläutern wollte, welche Vorteile die von der CDU geplante Senkung der Arbeitslosenversicherung den Arbeitnehmern brächte, erklärte sie, dadurch würden die Bruttolöhne sinken. Von der Kanzlerkandidatin der vermeintlich in Wirtschaftsfragen kompetenteren Alternative zur Regierung sollte man aber eigentlich mehr verlangen dürfen, oder?
Wie man weiß, wenn man schon mal selber arbeiten war, wird der Bruttolohn im Arbeits- und/oder Tarifvertrag fixiert. Direkte Eingriffe der Bundesregierung in diese Vertragsarten, zu mal in bestehendes Vertragswerk, sind aber unerhört. Nein, was die selbsternannte Kanzlerin der Zukunft sagen wollte, ist, daß die Nettolöhne steigen. Denn der Unterschied zwischen Brutto und Netto sind eben Steuern und Lohnzusatzkosten. Senkt man diese bei gleichbleibendem Bruttogehalt, steigt der Nettolohn. Wer allerdings wie Angela Merkel niemals in seinem Leben auf dem bundesdeutschen Arbeitsmarkt tätig war, neigt unter Umständen dazu, diese Faktenlage auf die leichte Schulter zu nehmen oder gleich ganz zu übersehen. Sogar, wenn man sich über diesen Mist kostenlos im Internet informieren kann.
Da hilft es auch nicht, wenn ein paar ganz Schlaue aus der Wahlkampfzentrale darauf hinweisen wollen, daß die Kanzlerkandidatin Brutto und Netto nicht durcheinander gebracht hatte. Sie habe nur ein paar Wörtchen vergessen, erzählt man uns: Angela Merkel solle gemeint haben, daß der Lohn im Vergleich zum Brutto steige. Genau, und wenn meine Tante zwei Eier hätte, wäre sie mein Onkel. Und wenn meine Oma ein Bus wäre, könnte sie hupen. Und wenn ich fünf Nasenlöcher hätte, könnte ich mit einer Hand volle Kanne popeln und trotzdem mit der anderen Hand weiter auf´m Laptop rumtippen.
Die gute Frau Merkel, in ihrem offenbar dringend benötigten Urlaub in der Brandenburger Datschenidylle, hat so in den letzten Tagen in einigen Interviews den Überblick auch über andere Themen verloren: der Unterschied zwischen sinken und steigen sowie der parteiinterne Zeitplan zum Einhalten der Maastricht-Kriterien sind auch mal so nebenbei in des Kanzlerkandidatinnen-Köpfchen vom Regal gekullert und unsanft auf dem Boden der Realität gelandet. Vielleicht auch ein Grund, warum man sich auf nur ein TV-Duell mit Gerhard Schröder einlassen will?
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen: Der Wahlkampfmanager der Grünen, Fritz Kuhn, jedenfalls meint, daß Merkel nur brutto Kanzlerkandidatin sei, netto betrachtet für den Job aber ungeeignet wäre. Der Fraktionsvize der SPD im Bundestag, Joachim Poß, hält derweil ein Merkel für das Maß von einem Fettnäpfchen zum nächsten. Der Denkpass sieht das anders: Die Differenz zwischen Brutto und Netto ist Tara. Bislang. Ab heute heisst das also:
Die Versionen, die falsch sind, habe ich einfach mal durchgestrichen. Kann ja sein, daß der eine oder andere Politiker beim Denkpass demnächst mal reinschaut. Der weiß dann, was er nicht so daherplappern darf. Internet ist nämlich richtig dolle nützlich, sagt man doch!Brutto + Netto = Merkel
Brutto + Merkel = NettoNetto + Merkel = Brutto
Die Berliner Zeitung veröffentlicht vor der Saison die Etats der Fußballbundesligisten:
| Verein | Etat 05/06 | Etat 04/05 | Transfer-Ausgaben/-Einnahmen |
| FC Bayern München | 60,0 | 60,0 | 8,0/6,8 |
| Hertha BSC Berlin | 53,2 | 54,7 | 0,2/0,2 |
| Bor. Mönchengladbach | 50,5 | 40,1 | 1,2/0,2 |
| VfL Wolfsburg | 50,0 | 50,0 | 5,0/1,8 |
| 1. FC Köln | 41,0 | 22,0* | 2,9/0,0 |
| SV Werder Bremen | 40,0 | 45,0 | 14,3/9,2 |
| FC Schalke 04 | 38,5 | 40,0 | 9,3/7,3 |
| Eintracht Frankfurt | 37,0 | 12,5* | 3,8/0,0 |
| Hannover 96 | 30,0 | 25,0 | 4,2/0,2 |
| Borussia Dortmund | 28,0 | 39,0 | 1,2/5,3 |
| VfB Stuttgart | 28,0 | 32,0 | 9,7/22,8 |
| Arminia Bielefeld | 27,0 | 25,0 | 2,4/1,8 |
| Bayer Leverkusen | 26,0 | 26,0 | 1,8/3,0 |
| 1. FC Nürnberg | 26,0 | 26,0 | 1,2/0,1 |
| MSV Duisburg | 25,0 | 13,0* | 1,0/0,0 |
| Hamburger SV | 25,0 | 25,0 | 7,6/2,3 |
| FSV Mainz 05 | 25,0 | 23,0 | 0,4/1,0 |
| 1. FC Kaiserslautern | 14,5 | 16,5 | 0,0/2,0 |
| Summe | 624,7 | 574,8 | 74,2/64,0 |
Die Ausgaben sind also vermeintlich um 50 Mio. € gestiegen, könnte man sagen. Allerdings sollte man dabei nicht übersehen, daß in den Etats 04/05 die Zweitligaetats der Aufsteiger enthalten sind, und nicht die höheren Erstligaetats der Absteiger aus der Bundesliga. Trotzdem ist das Bild, das sich ergibt, schon erstaunlich:
• Schalke und Stuttgart, zwei Mitfavoriten auf den Titel, haben zusammen gerade mal 6,5 Mio. € mehr Etat als der FC Bayern alleine
• Hamburg und Leverkusen wollen mit sparsamen Mitteln in den Europacup ziehen - ob allerdings bei Leverkusen die Zahlen stimmen, sei dahingestellt (der Bayerkonzern veröffentlicht wenig über sein finanzielles Engagement im Fußball)
• Dortmunds finanzielle Sanierung schreitet voran, zumindest die Personalkosten hat man in den Griff bekommen - was immer das auch für die Qualität des Kaders bedeuten mag
• die Aufsteiger Köln und Frankfurt wollen bloß eines nie wieder - zurück in die zweite Liga. Ihre Etats jedenfalls deuten Richtung vorderes Mittelfeld
• für Kaiserslautern wird´s wohl eine lange und harte Saison
Berliner sind ruppig und haben ein loses Mundwerk? Stimmt nicht!
Das Grundgesetz regelt in §38 die Wahlrechtsgrundsätze und Rechtsstellung der Abgeordneten des Bundestages. Dabei wird unterschieden in aktives und passives Wahlrecht. Kurz gefasst, gibt das aktive Wahlrecht an, mit welchem Alter man wählen darf. Das passive Wahlrecht gibt an, mit welchem Alter man wählbar ist - also für Ämter zur Verfügung steht. Aktiv wählen darf man in der Bundesrepublik, sobald man das achtzehnte Lebensjahr vollendet hat. Gewählt werden darf man, wenn man volljährig wird, was laut dem §2 des Bürgerlichen Gesetzbuches auch mit der Vollendung des achtzehnten Lebensjahres geschieht.
Diese Regelung, die jungen Bundesbürgern die Wahl ermöglicht, wurde übrigens vor beinahe exakt 35 Jahren in das Grundgesetz aufgenommen. Beschlossen hatte es der Bundestag seinerzeit am 18. Juni 1970, in Kraft trat diese Gundgesetzänderung am 31. Juli 1970.
Taken from Timothy Findleys Famous last words was this short line by Lauro de Bosis about the nature of fascism:
Fascism can only exist because of its excesses. Its excesses are its logic.Lauro de Bosis
Wie die Zeitschrift Das Parlament in der aktuellen Ausgabe schreibt (leider kann man deren Artikel nicht mehr so richtig verlinken - seit Ende April wird die Webseite nur noch sporadisch gepflegt!), sind im Jahr 2003 in 63 Ländern mehr als 2700 Personen zum Tode verurteilt worden. In 28 dieser Staaten wurden über 1.100 Menschen hingerichtet. Amnesty International weist darauf hin, daß sich zwar die Zahl der Länder, in denen Todesurteile und Hinrichtungen an der Tagesordnung sind, in 2004 verringert hat, die Anzahl der Urteile und Hinrichtungen jedoch gestiegen ist.
Todesurteile und Hinrichtungen sind auch Gegenstand des siebten Berichts der Bundesregierung über ihre Menschenrechtspolitik in den auswärtigen Beziehungen und in anderen Politikbereichen (Bundestagsdrucksache 15/5800). Dort findet sich dann übrigens unter Hinweis auf den Bericht von amnesty International der Fakt, daß mehr als 84 Prozent der Hinrichtungen auf dieser Welt in vier Ländern stattfinden. Diese vier Spitzenreiter im kontinuierlichen Verstoß gegen das grundlegendste aller Menschenrechte seien hier aufgezählt, um dem Betrachter die Möglichkeit für einen perspektivischen Blick zu geben:
• China
• Vietnam
• Iran
• USA
Da begibt sich die USA doch in gute Gesellschaft: ein Land, das man vor knapp 35 Jahren mit Krieg überzogen hat, ein Land, dessen Atomprogramm in Zukunft vielleicht zu einem gewaltsamen Konflikt führen könnte und ein Land, mit dem man sich gegenseitig Bömbchen auf Botschaften und Schüsse auf Erkundungsflugzeuge austauscht. Dabei ist der ganze Zwist doch kaum verständlich: zumindest im Töten von Verurteilten zieht man doch am selben menschenrechtsverachtenden Strang.