31.10.04

Männer sind Schweine

... und doch einfach unersetzlich. So braucht frau - zumindest in der heterosexuellen Variante - mann zum Kuscheln. Richtig, denn Romantik ohne Mann wäre ja Rotik. Vorne noch ein E - und schon ist man bei Erotik. Aber das nur am Rande.

Jedenfalls sind Männer eigentlich immer roh und haben einen Tick. Aber zusammen ergibt das nun mal alle Zutaten für etwas Romantik:

Rohmanntick.jpg

30.10.04

Reformation oder Von Einem, der auszog, die Welt zu ändern

Die ehrgeizigen Bauvorhaben der Renaissancepäpste Julius II. und Leo X. - allen voran der Petersdom - verschlangen Geldmengen, über die selbst Päpste nicht verfügten. Den Betriebswirten der Kurie kam die pfiffige Idee, die unaufgeklärte Gutgläubigkeit der Schäfchen ihres Kirchenhirten auszunutzen, indem man den Widerspruch zwischen geduldetem und provoziertem Mißverständnis der Gläubigen vertiefte.

Denen war damals noch nicht klar, daß die Sündenschuld bereits durch das Sakrament der Buße vergeben war. Die Kirche nutzte dieses fehlende Verständnis und erfand mit dem Ablaß ein Instrument, des dem Sündigen gegen Almosenspenden oder ähnliche Leistungen die der Buße folgenden Bußübungen erließ. Höhepunkt und vorläufiges Ende dieser Entwicklung sollte der am 31. März 1515 erlassene Jubiläumsablaß werden, der fortan von Hunderten von Ablaßgesandten unter der Führung des Dominikanermönches Johannes Tetzel verkündet und eingetrieben wurde.

Weil nun aber der zweite Sohn des Montanunternehmers und Bürgerschaftsvertreters Hans Luther im Juli 1505 auf dem Heimweg von einem Besuch seiner Eltern von einem Blitzschlag so sehr verängstigt wurde, daß er fortan das Studium der Jurisprudenz gegen das Mönchsleben eintauschte, sollte sich der verschärfte Ablaßhandel später als der Funken erweisen, der das Pulverfaß Deutschland - und mit ihm die christliche Welt - entzündete.

Am Anfang von Martin Luthers kirchlichem Weg stand also die Angst vor Gottes Willkür, deren Herr zu werden er durch Wachen, Beten und Selbstkasteiungen gedachte. Die wirkliche Antwort auf die Frage seines Lebens sollte Luther indes erst Jahre später finden. 1512 war er ins neugegründete Augustinerkloster nach Wittenberg gezogen, wo er an der jungen Landesuniversität eine Professur für Bibelkunde übernahm. Dabei aber gab sich der zugleich mit dem Gottesdienst an der Wittenberger Stadtkirche betraute Gottesmann mit dem herkömmlichen Verständnis der heiligen Schriften nicht zufrieden und verließ die eingetretenen Pfade der Deutung des Wortes Gottes. Statt zu den Kommentaren griff Luther zur Bibel selber und gelangte zu folgender Erkenntnis:

Errettet wird der Mensch nicht durch fromme Werke oder Selbstpeinigung, sondern allein durch den Glauben.
Das bis dahin herkömmliche Bild eines absolut souveränen und willkürlichen Herrschers über alle Gläubigen war damit durch das eines gnädigen Gottes ersetzt worden, der den im Glauben Gerechten errettet und wiedererweckt. Der Zündfunke war geschlagen. Nun brauchte die Lunte nur noch Feuer zu fangen.

Dies sollte geschehen, als Luther am 31. Oktober 1517 einen Brief an den für den Ablaßhandel in Deutschland zuständigen Kirchenfürsten Albrecht von Brandenburg schickte, indem er eindeutig Stellung gegen das Geschäft mit der Buße bezog. Er beklagte, daß der Ablaß ein falsches Verständnis beim Volk fördere, daß zu der Meinung gelangen könne, dadurch sein Seelenheil erreichen zu können. Dem Brief fügte er 95 Thesen bei und wies drohend darauf hin, daß vielleicht jemand hervortrete, der die Ablaßinstruktionen zur Schmach der Kirche und ihrer Obrigkeiten widerlegen werde. Damit war der Streit verkündet.

Daß es nicht zu einer innerkirchlichen Auseinandersetzung kam, liegt an Albrecht von Brandenburg. Statt das glimmende Feuer über den Weg einer internen Diskussion in den Griff zu bekommen, entschied sich der Kurfürst von Mainz dafür, die Ausführungen Luthers erstmal zu ignorieren. Als Abkömmling der Hohenzollern stand er mit Sachsens Landesfürsten auf Kriegsfuß - eine alte Familienfehde - und hatte sich zudem finanziell verhoben, als er sich den höchsten Bischofstitel Deutschlands zulegte. Der Ablaß war ihm willkommene Einnahmequelle. Die Meinung eines sächsischen Mönches spielte da keine Rolle.

Luther indes gab den Brief an einige Bekannte weiter, die ihn prompt ohne sein Wissen veröffentlichten. Die Thesen wurden Gegenstand der öffentlichen Diskussion im Reich - und konnten von der Kirche und ihrem Bischof zu Mainz nicht länger ignoriert werden. Die Lunte brannte.

Den Tag aber, an dem ein kleiner sächsischer Mönch sein Glaubensheil zu finden suchte, indem er die Welt in Brand setzte, feiern wir seitdem als den Reformationstag.

29.10.04

Habana Viejo oder Ernests goldenes Dreieck

Jeden Abend um neun Uhr ist die Altstadt von Havanna für einen Moment ein Ort bedächtiger Ruhe, bevor ein lang anhaltender Trommelwirbel die Bühne bereitet für ein Schauspiel, das selbst auf einem Kontinent wie Lateinamerika als einzigartig gelten dürfte. Von den Mauern der Festung Havanna löst sich dann unter mächtigem Getöse ein Geschoß aus einer mittelalterlichen Kanone, fliegt im Licht des Mondes über die sanft im Wasser schaukelnden Fischerboote und landet am Ende seiner parabelförmigen Flugbahn im warmen Wasser des karibischen Meeres.

Auf der anderen Seite der Bahia gelegen, bietet die oberste Terrasse des Hotel Ambos Mundos die wohl beste Aussicht auf diese Darbietung der Alten Garde. Dieser Ansicht war auch Ernest Hemingway, der dort, im Zimmer 501, einige Jahre seines Lebens verbracht hat. Den Abend eröffnete er, so erzählt man sich, im kleinen Kreise im Restaurant des Ambos Mundos, den zwei Welten, mit etwas Cuba Libre und einer kräftigen Zigarre und machte sich anschließend auf seinen Rundgang. Er ging über die Plaza Veijo, vorbei an El Gordo und El Flako, den verschiedenen Kirchtürmen der selben Kirche, die ihre unterschiedliche Größe dem mangelnden Platzangebot in Havannas Altstadt verdanken, bog dann scharf nach links und ließ sich für einige Zeit in einer mit urzeitlichen Möbeln bestückten, winzigen Bogedita nieder.

Dort ließ er sich Mojitos servieren, genoß die laue Brise des dreißig Grad warmen Nachtwindes und vertiefte sich in die unzähligen Unterschriften auf den Wänden des kleinen Lokals, die die Besucher dort hinterlassen hatten. Unter anderem findet sich dort ein Bild von Salvador Allende mit dem vielsagenden Wunsch nach einem freien Kuba, das aus dem Jahre 1973 stammt - eine der letzten Auslandsreisen des chilenischen Sozialisten.

Gegen Ende des Abends, selten vor Mitternacht, wandte sich Ernest Hemingway dem Floridita an der Celle Orispo zu, wo er den Abend mit Daiquiri beschloss. Von dort hatte er es auch nicht mehr weit zurück ins Ambos Mundos, Ausgangspunkt und Ziel seines eigenen goldenen Dreiecks.

Und damit endete die Erzählung meines mit reichlich Kuba-Erfahrungen ausgestatteten Tischnachbarn. Faszinierend, nicht? Ich würde sie gerne mal sehen, die Altstadt von Havanna.

26.10.04

Good bye, George W. Bush!

Dear Mr. President,

I just wanted to thank you for your relentless efforts at the rudder of probably the greatest nation on earth. I think you should know that I follow your decisions very closely, even if I live way over here at the other side of the Atlantic Ocean. The Atlantic Ocean, by the way, is that great blue mass of water just to the right of the United States, if you happen to stand in front of a world map in the Oval Office.

Not that it should bother you, anyway, because on my side of this ocean there is Europe among some other continents, and as we both know the transatlantic relations have taken their share of bruises lately. Which leads us to the most important thing people will remember about you: the Iraq war.

When you, Donald, Dick, Paul, Condi and Colin decided to have a word or two with that Saddam-fellow, we all felt there must be plenty of reasons. Around the globe, people were a bit disappointed when they found out it was entirely about Halliburton, oil and defense funding. Because in the beginning Donald said that you wanted to protect us from terrorism and nuclear attacks. So we were kind of shocked when Donald announced that after closely examining the issue there was only one conclusion - that Saddam had no biological, chemical or nuclear weapons whatsoever and that he and Osama Bin Laden being buddies was just pre-war trash talk for the liberal media.

And to reach this groundbreaking conclusion more than thousand american mothers have laid so costly a sacrifice upon the altar of freedom that they will never be able to live a normal life, and more than ten thousand mothers in Iraq did the same if they would ever happen to know what Abe Lincoln once wrote. But since they don´t, they will only be left with the cherished memory of their loved and lost.

But after all, by wasting our ammo, burning the fuel for our military vehicles, wrecking our helicopters, we did create jobs back in America. Someone beside the shareholders must earn all that money of your taxpayers that you spend like crazy for defense funding of the Iraq war. Money, that could have been spent for the environment, for research and education, for health and even for projects in the third world.

Never mind. These things happen. We should not forget you set out to reach a worthy goal: for once and all fight the terrorism. And its a pity that it turned so foul. That no one knows where Saddams nuclear equipment went is no problem in itself. Coupled with the fact that someone also stole enough explosives to trigger dozens of nuclear warheads, is another matter. And so it looks like what you set out to avoid is becoming more and more a reality - nuclear capability in the hands of crazy fundamentalists.

So I think its safely to say that almost everything you did went wrong. I don´t know if the worlds becoming a better place with John Kerry at the helm. But I say, lets try it. Kerry might get lucky. Everything is better than the perennial deadlock that your legislature brought to this world - a government that twentyfour hours a day and seven days a week had nothing better to do than watch out for a chance to make war on somebody.

A german dove


22.10.04

TV is out!

Den technischen Durchbruch beim Kampf gegen die Lese-Unlust hat Mitch Altman errungen. Seinen Universalabschalter für alle Fernsehgeräte vertreibt er über diese Webseite. Also:

• alle Geräte im Umkreis eines Kilometers abschalten
• Ziegelstein auf die Fernbedienung legen, um Anschaltversuche zu unterdrücken
• Buch schnappen
• lesen und entspannen
• sich als geistiger Retter der TV-Zombies der näheren Umgebung fühlen

19.10.04

Prüfungsangst

... treibt manchmal seltsame Blüten!

Spitze!

Wie immer, gibt die Hauptstadt den Ton an. Zu sehen ist das Pro-Kopf-Müllaufkommen der einzelnen Bundesländer:

muell.JPG

18.10.04

Akt des Willens

Im Büro ergibt es sich meistens, daß ich zu einem geruhsamen Mittagsschläfchen entweder keine Zeit habe oder aber gar keine Lust verspüre. Dann, so traurig das klingt, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich dazu zu zwingen.

17.10.04

Intrige gegen Angela Merkel?

Um 1356, so wissen wir heute, verfasste Karl IV. die Goldene Bulle. Im bedeutendsten Verfassungsdokument des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wurde damals das Wahlrecht der Kurfürsten bei der Königswahl festgelegt. Die Wahl erfolgte mehrheitlich und bildete den Ausgangspunkt der Entwicklung unseres heutigen Wahlsystems, da später - ganz abstrakt betrachtet - Schritt für Schritt eigentlich nur die Zahl der zugelassenen Wähler erhöht wurde. Die Ziele, die Karl IV. mit der Goldenen Bulle verfolgte, wurden erreicht: Thronfolgefehden sowie die Aufstellung von Gegenkönigen gehörten der Vergangenheit an.

So gesehen, wäre Angela Merkel froh, ein ähnliches Dokument vorweisen zu können. Konnte sie bislang die Landesfürsten in der CDU/CSU im Zaume halten, fällt ihr dies umso schwerer, umso näher die Bundestagswahlen im Jahre 2006 rücken. Denn mindestens zwei ihrer Kurfürsten, der hessische und der bayrische nämlich, schielen unverhohlen selber auf den Thron. Aber auch den anderen passt es überhaupt nicht in den Kram, sich selber von einer ostdeutschen Frau überholt zu sehen. Folgerichtig zeigen die Landesfürsten langsam ihr wahres Gesicht, so daß man kaum noch von einer Union sprechen kann. Der Ton innerhalb der Führungsetage der Christdemokraten wird rauh - Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus spricht gar von einer Intrige.

Geschickter Schachzug, übrigens. Denn zum einen glaubt nun niemand, daß Dieter Althaus Teil eben jener Intrige sein könnte. Wär ja schön blöd von ihm, als erster von etwas zu sprechen, was doch lieber geheim bleiben sollte, oder? Und sollte die amtierende Königin doch noch genügend Macht haben, um zurückschlagen zu können, fällt zumindest äußerlich kein Verdacht auf Dieter Althaus. Zum anderen, und dieses Pfund wiegt schwerer, ist nun wirklich jeder bundesdeutsche Wähler davon überzeugt, daß es in der CDU Probleme gibt. Probleme, mit denen die amtierende Königin ganz offensichtlich nicht mehr fertig wird. Und warum seine Stimme jemanden geben, der nicht mal von seiner eigenen Partei unterstützt wird?

SPD-Generalsekretär Benneter stellt unter diesen Umständen folgerichtig fest: "Es wird einsam um Frau Merkel." Der Königin laufen die Untertanen davon. Die Probleme, deren sich Karl IV. im Jahre 1356 zu wehren wusste - Thronfolgefehden und die Aufstellung von Gegenkönigen - werden für Angela Merkel akuter denn je. Oder anders gesagt: Die letzte Runde hat gerade angefangen.

Schwarze Weite

Vom Popcorn hatte er gerade die Hälfte verzehrt, als sein Handy zu klingeln anfing. Um die Suche interessant zu gestalten, änderten sich in diesem Moment die Lichtverhältnisse. Im Dämmerlicht des Kinosaals suchte er in seinen mit Popcorn bedeckten Sachen nach seinem Telefon und stieß dabei die Flaschen um, die er zuvor ausgetrunken und neben seinen Füßen aufgestellt hatte. Eine von ihnen kullerte den ganzen Weg von der letzten bis zur ersten Reihe hinunter und kam dort mit einem lauten Klirren zum Stillstand. Endlich fand er sein Gerät.

"Ja?"

"Ne. Ick bin grad im Kino."

"Wat?"

"Ne. In Stralsund."

"Ne."

Er lachte laut auf.

"Wesste, wat schön is?"

"Wenn man´n Fuß in kalte Scheiße steckt."

"In kalte Scheiße."

"Wat?"

"´n Fuß."

"Meinetwegen ooch in Kühlschrank."

Er lachte wieder.

"Jenau. Hilft jegen Schweißfuß."

"Echt? Wann?"

"Um sieben? Ick dreh glei´ richti´ durch."

"Ja. Ick komme."

"Ja."

"Halt´s Maul."

Er legte auf und steckte das Gerät in seine Hosentasche, griff nach seiner Jacke und stand auf. Als er das Kino kurze Zeit später verlassen hatte, bemerkte er den sternenklaren Himmel über der menschenleeren Stralsunder Altstadt. Sein Wagen sprang brüllend an, schoß aus der Parklücke wie ein bockiger Esel und schlidderte um die Ecke. Der Asphalt unter seinen Reifen glänzte im kalten Licht des Vollmondes, ein Band glitzernder Schwärze, das sich vor ihm ausstreckte wie Adern über ein Krebsgeschwür.

15.10.04

Das Ende der Parität?

Die paritätische Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Betrieb aufgrund des Betriebsverfassungsgesetzes von 1972 bezeichnet BDI-Präsident Michael Rogowski als "Irrtum der Geschichte", denn solcherart besetzte Aufsichtsräte seien seiner Ansicht nach "ziemlich ineffektiv". Seine Kritik stützt sich dabei auf den beispielhaften Gedanken, die Krise bei Karstadt-Quelle sei durch die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat nicht verhindert worden.

Die vom Gesetzgeber gewünschte Kontrollfunktion über Entscheidungen des Vorstands üben die Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsräten sicherlich nicht immer in der Form aus, wie man sich das in den 70er Jahren so dachte. Schlingert ein Konzern beispielsweise in Richtung des finanziellen Abgrunds, werden die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat den Vorschlägen zur Kurskorrektur des - für die Krise immerhin hauptsächlich verantwortlichen - Vorstandes dennoch lieber folgen als den Vorstand auszuwechseln und das havarierte Schiff einem neuen Kapitän zu übergeben. Denn als ersten Schritt streicht die neue Leitung in den meisten Fällen im großen Stile Stellen, was der Natur nach nicht im Interesse der Arbeitnehmervertreter liegen kann.

Die Schuld am finanziellen Debakel des Karstadt-Quelle-Imperiums den Arbeitsnehmervertretern im Aufsichtsrat unterzuschieben, überspannt den Bogen aber deutlich. Denn für fehlerhafte Managemententscheidungen ist in erster Linie das Management selber verantwortlich. Das dessen Arbeit vom Aufsichtsrat in keinster Weise hinterfragt wurde, liegt aber nur zur Hälfte an den dort sitzenden Arbeitnehmervertretern. Zur anderen Hälfte an den übrigen Mitgliedern des Aufsichtsrats.

Über deren Zusammensetzung spricht Michael Rogowski aber nicht. Wär doch noch schöner, wenn man am Ende die Schuldigen bestrafen wollte, oder?

12.10.04

Absteiger steigt in Trainerstab auf

Weil dem Maier-Seppl die ständigen Sticheleien vom Lehmann-Jens gegen den Strich liefen, hat er in seiner urbayerischen Art mal kräftig losgepoltert. In der Konsequenz, so wissen wir jetzt, hat darauf der Klinsmann-Jürgen nur gewartet. Denn gegen dessen Strich, so scheint es, läuft der Kahn-Olli, sobald er im schwarz-weißen Trikot der Nationalmannschaft den Platz betritt.

Und so gab es mit Sepp Maier das erste Bauernopfer im Kampf um die Nr. 1 im deutschen Tor. Kahn wird sich in Zukunft mässigen müssen, denn seine unbeherrschten Attacken wie beispielsweise die vor einigen Wochen gegen Miroslav Klose könnten dem Nationaltrainer Klinsmann schnell genügend Gründe liefern, ihn einfach abzusägen.

Nicht, dass man damit Probleme haben sollte - von verdient haben im Sinne von durch vergangene Leistung als Torwart gesetzt kann und sollte man hier sowieso nicht sprechen. Verdienen muss Oliver Kahn sich diesen Platz in der Nationalmannschaft durch Leistung auf dem Platz, so wie jeder andere Torwart auch. Aber eben auch nur dort, wie Sepp Maier zu Recht hingewiesen hat. Denn Jens Lehmann hofft, sich diesen Platz durch lautstarke Rhetorik abseits desselben verdienen zu können.

Das er sich da mal nicht täuscht. Denn letzten Endes scheint es, als ob Jürgen Klinsmann keinen von beiden im Tor seiner WM-Mannschaft sehen will. Der Schwaben-Pfeil tendiert ihn Richtung Timo Hildebrand.

Da der Maier-Sepp aber nun nicht mehr die Torwartfeinde trainieren darf, greift der Klinsmann-Jürgen auf den Köpke-Andreas zurück. Der hat mit Jens Lehmann eins gemein, und zwar daß er auch schon öfter gegen Oliver Kahn gestichelt hat, ist aber voller Tatendrang und posaunt auch gleich hinaus, alles besser und komplexer zu machen als sein Vorgänger. Bevor sich jetzt aber alle freuen, wollen wir nur auf eines hinweisen: Maier-Sepp, Kahn-Oliver, Lehmann-Jens und der Hildebrand-Timo haben dem Köpke-Andreas eines voraus - sie sind alle in ihrer Karriere noch nie abgestiegen.

11.10.04

Zugreise mit Kind

Eine Auswahl von Aufgaben, die das mit dem Zug reisende Ehepaar mit Kind erwartet:

• Müll, den die Vorgänger im Abteil hinterlassen haben, aufs Gründlichste einsammeln
• häufig und mit allerkürzester Vorwarnzeit pullern gehen müssen
• wachsam den Zugriff zum Mülleimer des Abteils im Auge behalten
• auf jeden vorbeiziehenden Schornstein hinweisen
• vorbeifahrende Güterzüge frühzeitig und lautstark ankünden
• Kräne schnellstmöglich wahrnehmen und dem schläfrigen Kinderauge weisen
• ebenso mit Brücken, Flüssen und Bergen verfahren
• der Wut keinen freien Lauf lassen, wenn eine Durchsage genau in dem Moment kommt, in dem das Kind erschöpft die Augen schliesst
• Zeitungen, Bücher und anderes, eigenes Lesematerial so vollständig wegstauen, daß man nicht daran erinnert wird, was man in der Zwischenzeit so tun könnte

10.10.04

Müllprofi

Mit einem ohrenzertäubendem Knall zersprang das Glas. Durch die Wolke von Glassplittern sprang ein junger Mann, schwer wie ein ausgewachsener Kaffernbüffel und auch genauso beweglich. Sein Schrei zerriss die Ruhe der Nebenstraße. Ein Mann zog seinen Dackel angstvoll einige Schritte näher an sich ran, bevor er sich, aufgeschreckt durch die Ereignisse, nach der Quelle des Lärms umwandte. Der junge Mann stand mit weit gespreizten Beinen vor der zersplitterten Eingangstür des Plattenbaus, brüllte weiterhin und hielt an seinem hoch ausgestreckten Arm eine Tüte voller Biomüll. Mit seinem anderen Arm schlug er in die Luft, dazu wackelte er mit dem Kopf.

Mit mehreren beherzten Armdrehungen liess er schliesslich die Mülltüte rotieren, die dabei viel von ihrem stinkenden Inhalt verlor. Nach fast einer halben Minute, die fliegenen Teile des Inhalts liessen auf ein unvermutet großes Abfallbehältnis schliessen, trat er gegen den Biocontainer. Der Deckel sprang hoch, kurz bevor die Mülltüte im Container aufschlug. Der junge Mann brüllte noch einmal kurz auf und verharrte dann still in einer vorgebeugten Position. Sein ausgestreckter Arm hielt die Henkel der Mülltüte, die er erst losließ, als der Deckel mit einem leisen Klappern zufiel.

In der plötzlichen Stille sagte der junge Mann: "Hinein."

Er drehte sich um und schaute über den Hundeführer hinweg die Straße hinunter. Quer über seinen Kopf und die Brust lief ein Streifen der übel riechenden Suppe aus seiner Mülltüte, die ihn aber nicht zu beeindrucken schien. Daß seine Probleme jetzt öfter bereits vor 18:00 Uhr zutage traten, kümmerte ihn etwas mehr. Aber was soll´s, dachte er und furzte.

"Jawohl!", schrie er auf, "Ich bin ein Profi."

Das Wochenende hatte gerade erst angefangen.

08.10.04

Politik für Nichtskö(l)ner, Teil II

Wie der gestrige Beitrag zum Thema Ich-AG gezeigt hat, findet sich ein Großteil der Probleme unserer Republik nicht in den von erschlichenen Geldern ausgebeulten Taschen der Dauerarbeitslosen, sondern eben auch in den von Bürokratie und Korruption gelähmten Hirnen unserer Berufspolitiker. Die gestern aufgezeigte Idee für eine förderungsfähige und den Sozialstaat zu Grabe tragende Form der Ich-AG ist nur eine von vielen Maßnahmen, mit denen der Denkpass die Bundesrepublik Deutschland revolutionieren möchte. Alles im Zuge unserer gemeinsamen, deutschlandweiten Anstrengungen zur Schaffung einer besseren Welt. Ich rufe hiermit alle meine Leser auf, einer neu zu gründenden Partei beizutreten, die Leben und Liebe in die ausgetrockneten Herzen der Bundesbürger bringen wird. Hurra!

Unser Sofortprogramm würde ungefähr so lauten:

In jeden Kochtopf ein Huhn, jedem Bauern vierzig Schweine und ein Esel und Tempo 300 auf der Landstraße. Ach, was solls? Wo wir gerade bei sind: Jedem Bauern, der es will, ein weibliches Schaf ins Bett. Meinetwegen auch ein männliches. In der Politik kommt sowas immer an.
Mit diesen gerade auf dem Lande äußerst populären Forderungen werden wir mit 105 Prozent der Stimmen jedes noch so volksferne Parlament stürmen. Wir werden sie bei jedem Wahlkampf schlagen, bis ihnen die Münder offen stehen und sie um Gnade betteln. Denn gerade durch den ersten Punkt unserer Forderung wird die bundesdeutsche Parteienlandschaft völlig und komplett auf dem falschen Fuß erwischt.

Kochtopf? Huhn? Vertreter von NPD und PDS, der tiefste Abgründe überbrückenden Anti-Hartz-IV-Koalition, würden kopfloser denn je unverständlichen Unsinn vor sich hin blabbern, bis ihnen der Geifer die bereits verklebten Wangen hinunterläuft. Wahlkampfstrategen von Union, SPD und Grünen würden in gemeinsamen Krisensitzungen mindestens drei Monate brauchen, um die Problematik auch nur ansatzweise zu verstehen - von einer ernstzunehmenden Stellungnahme ganz zu schweigen.

Und sollten sie sich jemals dazu aufraffen, Position zu beziehen - und wir alle wissen, wie schwer es deutschen Politikern fällt, dies zu tun - können wir alles abstreiten und behaupten, wir seien absichtlich mißverstanden worden. Es sollte heißen:

Jeder Familie einen Hühnertopf.
Und schon lähmt man die Strategen einige weitere Monate. Zu guter Letzt könnte man wie jeder halbwegs schlitzohrige Politiker auch einfach an den Grundsätzen zweifeln:
Eine begriffliche Definition folgender von uns verwendeter Begriffe erfolgt erst nach der Wahl: Hühnertopf. Familie. Jede.
Unangreifbar wären wir mit dieser Strategie. Siegreich. Wir würden eine Welle formen, deren schäumende Spitze bis nach Kastrup-Rauxel oder weiter zu sehen wäre. Wir müssten nur mal anfangen, die Plakate zu drucken…

Warum aber, so fragt sich der aufmerksame Leser, heisst dieser Artikel denn eigentlich Politik für Nichtskö(l)ner? Nun, in Köln gibt es nur eine Politik. Und die heisst Karneval. Wird Zeit, dass wir Bundesrepublikaner diesen Unterschied begrifflich einebnen.

07.10.04

Politik für Nichtskö(l)ner, Teil I

Wie zu lesen ist, befürchtet man in Regierungskreisen den Verlust von einigen Milliarden Euro durch zum Schein angemeldete Ich-AGs. Diese könnten nur angemeldet worden sein, um sich während des vorgesehenen Zeitraums die staatliche Unterstützung zu erschleichen - ein Gedanke von solch abscheulicher Unverfrorenheit, daß man ihn im Unschuldsland Bundeshauptstadt bislang nicht ernst nehmen wollte. Gewappnet mit den ersten Erfahrungen im Umgang mit Ich-Aktionären, wolle man künftig die Geschäftskonzepte der sich in die Selbständigkeit stürzenden Arbeitslosen überprüfen, bevor man der Auszahlung von Fördermitteln zustimme.

Sollten nun verzweifelt Ideen gesucht werden, die förderfähig sind und zugleich unternehmerischen Erfolg bieten können, braucht man nicht weiter als bis zum Denkpass zu surfen. Denn hier gibt es Hilfe, auch wenn man nicht danach fragt. Aber der Reihe nach:

Eine Folge von Hartz IV, auch wenn sie vom Artikel-20-Blog indirekt hinterfragt wird, ist die zunehmende Verarmung der Dauerarbeitslosen. Diese müssen sich gar, so fordert es das Gesetz unbarmherzig, nach einer kostengünstigen Wohnung umschauen, falls Mietzins und Betriebskosten ihrer alten Gemächer eine bestimmte Summe überschreiten. Da die Antragsteller von ALG-II-Geldern der Definition nach knapp bei Kasse sind, suchen sie mit Sicherheit vehement nach dem billigsten Umzugsservice.

Den aber bietet meine erfolgreiche Geschäftsidee für eine Ich-AG - der Fahrrad-Möbeltransport. Geeignet auch für Leute mit Hang zum Alkohol und dementsprechenden Führerscheinentzug, bietet sich hier dem harter Arbeit nicht abgeneigten Dauerarbeitslosen eine Möglichkeit für horrende Umsätze und Gewinne. Betriebskosten gibt es fast keine, denn zum einen kommen Fahrräder ohne Brennstoff aus und zum andern kann wegen der stetigen körperlichen Ertüchtigung auf die Zahlung von Krankenkassenbeiträgen sowieso verzichtet werden. So hält man auch die Lohnnebenkosten flach - ein Punkt, der heutzutage oft im Mittelpunkt des rhetorischen Interesses unserer Politiker steht. Und Kunden wird es in Zukunft in Deutschland ohne Ende geben. Und wenn es nicht klappt, organisiert man halt seinen eigenen Umzug mit dem Fahrrad. Nach dem Ende des Förderzeitraums nämlich.

Wie man sieht, schlägt diese wirklich grandiose Idee mehrere Fliegen mit einer Klappe. Warum aber, so wird sich der gequälte Wähler besorgt fragen, ist diese Idee dann keinem unserer Politiker eingefallen? Auch der Denkpass weiß darauf keine Antwort. Allein, er glaubt, gerade deswegen eine politische Revolution einleiten zu können. Dazu aber morgen mehr...

04.10.04

In die Irre führen?

Der Tagesspiegel, in Studentenkreisen als beste - weil neutrale - Tageszeitung Berlins bekannt, positioniert sich zum Thema Blogging. Blogs können "die Defizite des herkömmlichen Mediensystems korrigieren", sie seien aber häufig mit einem entscheidenden Malus behaftet:

Allzu häufig stecken hinter [ihnen] gescheiterte Journalisten, die gern auf die inhaltlichen und ethischen Regeln des Berufs, nicht aber auf die Aufmerksamkeit verzichten möchten.
Damit die Leser des Tagesspiegels auch wirklich verstehen, was mit dieser schweren Anschuldigung gemeint sei, steckt Hannah Pilarczyk, die verantwortliche Journalistin, ihren Finger auch gleich beispielhaft in eine offene Wunde. Da gäbe es zum Beispiel das Blog wonkette.com, wo eine in der Vergangenheit gefeuerte (vielleicht mittlerweile wieder untergekommene?) Journalistin Klatsch und Tratsch aus dem Washingtoner Polit- und Medienzirkus veröffentlicht. "Ob wahr oder unwahr", wird dabei nicht weiter geprüft, so Pilarczyk, verzichtet aber - aus welchen Gründen auch immer - auf die journalistisch korrekte Anführung unwahrer Beispiele.

Pilarczyks Gedankengang geht aber weiter. In Deutschland seien die Blogs eher "unpolitisch", so wird Nico Lumma zitiert, "aber vielleicht ändert sich das bald":

Noch wird dort vor allem „Hartz IV“ diskutiert, doch wahrscheinlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis wir das erste Mal von Joschka Fischers neuer Freundin aus einem Blog und nicht aus der Zeitung erfahren.
So, so. Die Entwicklung zur ernstzunehmenden politischen Berichterstattung, die Hannah Pilarczyk kommen sieht, reduziert sich also auf die Erstmeldung der arterhaltenden Tätigkeiten des bundesdeutschen Außenministers. Von der Diskussion der problembehafteten Umsetzung deutscher Sozialgesetzgebung könne man gedankenlos Abstand nehmen, so ihre Empfehlung an die deutsche Blogosphäre.

Na, wenn hier mal keiner neidisch auf die Erfolge eines Mediums ist, dessen Entwicklung völlig verpennt wurde.

[via Plastic Thinking]

Kurz und schmerzlos

Von Bertolt Brecht:

Das Alte sagt, so wie ich bin, bin ich seit je.
Das Neue sagt, bist du nicht gut, dann geh.

02.10.04

Sächsischer Wahlerfolg bringt der NPD warme Finanzspritze

Welchen finanziellen Vorteil eine Partei aus den für sie abgegebenen Wählerstimmen ziehen kann, hat der Denkpass bereits an dieser und jener Stelle untersucht. Wegen der im Bundesparteiengesetz vorgesehenen Begrenzungs- und Kappungsregeln für diese Ansprüche, die alle bei Wahlen zugelassenen Parteien der Bundesrepublik vorbringen können, ergeben sich dort derzeit Werte von 0,56 - 0,68 € pro Wählerstimme und Jahr.

Welche Ansprüche sich für die NPD aus ihrem Europawahlkampf ergeben haben, wurde vom Denkpass hier berechnet. Es stellte sich heraus, daß der NPD nach dem Bundesparteiengesetz aus dem Bundeshaushalt in den nächsten fünf Jahren in der Summe mehr als 820.000 € zustehen. Da die NPD in Brandenburg nicht zur Landtagswahl antrat, stellt sich folgende Frage: Wie hoch ist der Finanzanspruch, den die NPD aufgrund ihrer Erfolge bei den Sächsischen Landtagswahlen vorweisen kann?

In Sachsen konnte die NPD 190.909 Listenstimmen auf sich vereinigen. Sollte die Partei in allen Landtags-, Bundestags- und Europawahlen weniger als 4.000.000 Stimmen erhalten (und danach schaut es derzeit aus), ergeben sich aus diesen Wählerstimmen Ansprüche nach dem Bundesparteiengesetz von jeweils 0,68 € (s. dazu hier und hier). Über einen Legislaturzeitraum von 5 Jahren, wie er in Sachsen angewandt wird, ergeben sich in der Summe Ansprüche von 649.090,60 €.

Dazu kommt jetzt aber noch eine weitere Form der Finanzspritze. Die Vielzahl der abgegebenen Wählerstimmen bescherte der NPD in Sachsen gleich 12 Landtagsmandate. Diese werden derzeit mit etwa 4.000 € Aufwandsentschädigung entlohnt, wozu sich noch Altersvorsorgung, Präsidialzulagen und Übergangsgelder gesellen können (s. dazu Sächsisches Abgeordnetengesetz und Drucksache des Sächsischen Landtages Drs 3/7539-1). Das ergibt über den Zeitraum von fünf Jahren weitere Finanzmittel von mind. 240.000 €, die zwar zu großen Teilen dem Lebensunterhalt der Abgeordneten dienen, nichtsdestotrotz aber auch und gerade der propagandistischen Arbeit der NPD zugute kommen.

Insgesamt ergeben sich somit in Sachsen staatliche Finanzmittel von mind. 890.000 €, auf die die NPD ihres Wahlerfolgs wegen Anspruch hat.

Weise gesprochen

Wer anderen eine Bratwurst brät,
braucht ein Bratwurst-Brat-Gerät.

01.10.04

Rohstoffschonendes Kennzeichen

Die Stahlpreise haben angezogen, soviel ist bekannt. Daß man deswegen in Holland bereits auf Nummernschilder aus Papier zurück greift, ist aber neu:

greg12.jpg

Wahlversammlungsprognosen

In aller Kürze sieht die Wahl des amerikanischen Präsidenten wie folgt aus:

1. In den einzelnen Bundesstaaten des Landes wird gewählt, wenn sich die Wähler vorher haben registrieren lassen.

2. Je nach Ausgang der Wahl im jeweiligen Bundesstaat stimmen die Wahlmänner des Bundesstaates für den Sieger. Die Anzahl der Wahlmänner richtet sich nach der Einwohnerzahl des Bundesstaates.

3. Auf einer großen Wahlversammlung stimmen alle Wahlmänner (und -frauen) für ihre jeweiligen Bundesstaatensieger. Erhält ein Kandidat auf dieser Wahlversammlung 270 oder mehr Stimmen, ist er der kommende Präsident.

Eine Übersicht des wohl größten amerikanischen Meinungsforschungsinstituts, wie die Stimmverhältnisse auf dieser Wahlversammlung ausfallen könnten, findet sich an dieser Stelle.

Da bis jetzt nur Prognosen für einige Bundesstaaten vorliegen, wurden aber auch Ergebnisse der Wahl von 2000 verwendet. Dass George W. Bush vorne liegt, ist also unter Vorbehalt zu werten.

Risk everything

Be warned: During the upcoming weekend there will be certain celebrations in Berlin. And for all the different reasons.

Since we also have a full moon in the sky, I think this one with all its drug related craziness is going to be tough on everyones cerebral functions. But let us all follow an old saying here:

Risk everything, or gain nothing.
After all those trips to northern germany during the last few months, I think I´m ready for just that. But how about you?

Die Suchbegriffe des Monats September

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