20.06.05

Bundesrat fordert Besäufnisse bereits bei der Verlobung

Wie das Leben der einfachen Bürger in der kommenden Regierungszeit aussehen wird, erfährt der aufmerksame Abonnent der e-mail-Newsletter des Bundestags bereits heute. Der derzeit christlich-demokratisch kontrollierte Bundesrat müht sich redlich, auch die letzten heiratswilligen Paare dieser grandiosen Nation vom Heiraten abzuhalten. Dazu brachte man im Parlament einen Gesetzesentwurf unter der Bundesdrucksache 15/5659 ein, der zur Tarnung gegen das Zeugnisverweigerungsrecht von Verlobten vorgeht.

"Aber das ist natürlich nur ein Vorwand.", wie man dem Denkpass unter vorgehaltener Hand mitgeteilt hat, "In Wirklichkeit geht es hier um was ganz anderes."

Wie aus Merkels Schattenkabinett zu erfahren war, wolle man "nicht wirklich" Verlobungen anders behandeln als zuvor. Man wolle ganz einfach die Diskussion anfachen. Später würde schon "irgend jemand den passenden Vorschlag machen", so war aus Berliner Kreisen zu hören. Der sei ganz einfach die staatliche Registrierung der Verlobungen. Nur so könnte letztendlich im Falle der Berufung auf das Zeugnisverweigerungsrecht kontrolliert werden, ob das Paar auch wirklich verlobt sei.

Weil das natürlich mit einigem Aufwand verbunden sei, könnte man die Hochzeitsfeier auch gleich vorziehen. Von den dann "zwei Besäufnissen" im Falle einer Hochzeit verspreche man sich beispielsweise eine gezielte Stimulation des Verkaufs gewisser landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Und wenn die frisch Verlobten wollen, würde die künftige Kanzlerin ihren Segen auch gleich vor Ort geben. Voraussetzung wäre natürlich die Verabreichung einiger Becher gegorenen Traubensafts, so ein Vertrauter der CDU-Spitzenkandidatin.

So, werte Leser, gewinnt man Wahlen in diesem Land: freundlich lächeln, und immer ein gefülltes Glas am Hals! Prost!

chiefpedro in Lebensächliches | TrackBack(0)
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