20.11.04

Wahlbetrug?, Teil III

Eine weitere Untersuchung belegt die Unregelmässigkeiten, die bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl im Bundesstaat Florida aufgetreten sind. So haben Studenten der University of California, Berkeley, die Wahlergebnisse von Kreisen verglichen, deren Abstimmungen entweder auf Papier oder elektronischem Wege erfolgen. Folgende Erkenntnisse konnten dabei gewonnen werden:

• Unregelmässigkeiten im Zusammenhang mit elektronischen Wahlhilfen haben eventuell dazu geführt, daß George W. Bush mehr als 130.000 Wählerstimmen erhalten hat, als zu erwarten gewesen wäre

• Im Vergleich zu Kreisen, die auf Papierbasis wählen, haben Kreise mit elektronischen Wahlhilfen im Unterschied zu den Wahlergebnissen im Jahre 2000 signifikante Erhöhungen zugunsten George W. Bushs gezeigt. Dieser Effekt kann nicht mit Unterschieden der untersuchten Kreise im Hinblick auf Wählereinkommen, Einwohnerzahl, Wahlbeteiligung oder Anteil der spanisch sprechenden Bevölkerung erklärt werden.

• Allein in Broward County hat George W. Bush mehr als 72.000 Stimmen erhalten, als zu erwarten gewesen wäre.

• Die Sicherheit, daß diese Effekte kein Zufall sind, beträgt 99,9 Prozent.

Der Verdacht erhärtet sich, daß beim Ergebnis der Wahlen nachgeholfen wurde. Davon mal abgesehen, ob sich mit den ernst zu nehmenden Hinweisen auf schwerste Unregelmäßigkeiten eine Kampagne gegen George W. Bush einleiten lässt, droht hier Gefahr auch von anderer Seite.

Das Ansehen der ältesten Demokratie der Welt hat schweren Schaden genommen. Die moralische Autorität nicht nur der Amerikaner, sondern mit ihnen auch die der westlichen Welt ist in Frage gestellt. Gerade diese moralische Überlegenheit bietet aber die Grundlage für das Vorgehen im Irak, in Afghanistan und anderswo. Verlieren wir sie, verlieren wir auch die Legitimation für unser aggressives Vorgehen.

Wir würden uns von unseren Feinden kaum mehr unterscheiden können.

chiefpedro in Politische Notizen | TrackBack(0)
Comments
Post a comment









Remember personal info?