Der Drops is jelutscht. Der Kuchen is jejessen. Der Jolly is jebufft.
So etwas ähnliches wird John Kerry gedacht haben, als er seinem Widersacher George W. Bush zu dessen Wiederwahl gratuliert hat. Waren dessen Vorsprünge in den einzelnen Bundesstaaten doch zu groß, um sie mit Nachzählungen - deren Ausgang theoretisch ja auch nachteilig für die Demokraten sein könnte - wett machen zu können.
Nun werden aber ständig Vorwürfe laut, die Ergebnisse dieser Wahlen nicht ungeprüft zu lassen. So hat es beispielsweise ein Wahlcomputer in Ohio fertiggebracht, in einem Wahlbezirk mit 638 eingetragenen Wählern einen Vorsprung von 4.000 Stimmen für George W. Bush zu ermitteln. Auf dieser Seite werden überraschende Unterschiede zwischen erwarteten und abgegebenen Stimmverhältnissen im Bundesstaat Florida ausgemacht (bei denen wie erwartet die Republikaner profitieren), die sich aber hauptsächlich auf die Counties mit Wahlcomputern konzentrieren.
Jeff Fisher, demokratischer Kandidat für das Repräsentantenhaus, hat seine zusammengetragenen Kritikpunkte mittlerweile dem FBI übergeben. Da die Wahl aber wohl kaum revidiert wird, könnte George W. Bush dasselbe Schicksal wie Richard Nixon ereilen: Von der Welt kaum geliebt, konnte Nixon seine Wiederwahl nur kurz genießen. Um einem Impeachment auszuweichen, trat er kurze Zeit später zurück.
Sollten sich die Vorwürfe erhärten, könnte auch der Druck auf George W. Bush immens zunehmen. Denn auf welche Weise wollte Bush glaubhaft versichern, er wüsste nichts von den Betrügereien seines Wahlkampfteams.
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