19.09.04

Scherereien mit höflichen Leuten

Sollte man sich fragen, welche Möglichkeiten einem bleiben, um sich gegen den höflichen Hinweis zu wehren, man trage ein Reiskorn auf dem Rücken, so bleibt einem neben dem kurzen, aber in seiner Effizienz unübertroffenen Einsatz von Gewalt auch diese rhetorische Spitze:

"Entschuldige bitte, daß ich es unerwähnt ließ: Manchmal bevorzuge ich es, so zu essen, wie einige wenige Bergvölker Südostasiens es manchmal tun. Der Grundgedanke beruht dabei auf dem Versuch, Wirkstoffe der Nahrung über direkt unter der Haut liegende Bestandteile des zentralen Nervensystems wie beispielsweise das Rückenmark aufzunehmen.

Rücksichtslosere Arten des Drogenmißbrauchs finden sich weltweit nur in den Ebenen und hügeligen Wäldern des Mitteleuropäischen Gebiets, das man allgemein mit dem Namen Deutschland verbindet. Dort rotten sich in aller Herrgottsfrühe Scharen sogenannter Hartz-IV-Antragsteller zusammen, entledigen Punkt acht Uhr die lokalen Kaufhäuser, Super- und Getränkemärkte jeglicher alkoholhaltigen Substanzen und sichern so im Handumdrehen ihrer glorreichen Nation einen der vorderen Ränge im Bier-, Wein- und Schnaps-Verbrauch weltweit. Ob pro Kopf oder absolut gemessen, spielt dabei nicht mal eine Rolle."

Dabei wahrt man zum einen die Etikette und deutet zum anderen durch die Vermengung unterschiedlichster Informationen einen schwerwiegenden, abschreckenden Hintergrund an, in den sich der Hinweisgeber nicht selten in keinster Weise vertiefen will.

chiefpedro in Lebensächliches | TrackBack(0)
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